Field Report: ACG in Moab
Als die Wüstensonne am Horizont erschien – wie ein müdes, rotes Auge, das noch vor sich hin träumt –
ging es für Addie Bracey und Caleb Olson auch schon los. Die Techies aus dem Lab hatten uns im tiefsten Nirgendwo von Utah ausgesetzt, um den neuen ACG Zegama Trail mal so richtig zu fordern. Sogar das neue Shirt musste sich beweisen, als der Wüstenwind mit voller Wucht durchs Material wirbelte. Das war Radical Air im Live-Einsatz. Wir wollten wissen, was passiert, wenn die Beine nur noch brennen und der Tank komplett leer ist. Jeder Herzschlag und jeder Schritt gingen als Datenstrom direkt zurück ins klimatisierte Labor, wo sie uns wahrscheinlich beim Schwitzen zugeschaut haben.
Field Report: ACG in Moab
Als die Wüstensonne am Horizont erschien – wie ein müdes, rotes Auge, das noch vor sich hin träumt –
ging es für Addie Bracey und Caleb Olson auch schon los. Die Techies aus dem Lab hatten uns im tiefsten Nirgendwo von Utah ausgesetzt, um den neuen ACG Zegama Trail mal so richtig zu fordern. Sogar das neue Shirt musste sich beweisen, als der Wüstenwind mit voller Wucht durchs Material wirbelte. Das war Radical Air im Live-Einsatz. Wir wollten wissen, was passiert, wenn die Beine nur noch brennen und der Tank komplett leer ist. Jeder Herzschlag und jeder Schritt gingen als Datenstrom direkt zurück ins klimatisierte Labor, wo sie uns wahrscheinlich beim Schwitzen zugeschaut haben.
Die Felsformationen um uns herum wirkten wie Paläste aus einer anderen Welt – jede Windung, jede Vertiefung und jeder Pass ein mögliches Versteck für das Unbekannte. Wir wollten unbedingt wissen, was da abgeht. Ging gar nicht anders. Also zündeten wir den Turbo und preschten ohne Rücksicht auf Verluste über, durch und mitten in die Landschaft rein.
Go Time.
Unsere Gummistollen krallten sich in den harten Stein und gaben uns den nötigen Grip, als wir durch die Canyons jagten. Wir sprinteten, kletterten, stoppten ab und wechselten die Richtung. Der ZoomX-Schaumstoff schluckte jeden Impact und rettete unsere Knie davor, nicht als formlose Urzeitmasse zu enden – so wie der Boden hier, bevor er zu Stein wurde.
Oben auf den Buttes und unten in den Canyons pfiff der Wind durch die Klamotten. Mehr Speed bedeutete mehr Kühlung. Die Pumpe lief auf Hochtouren. Die Kühlung hat gepasst. Alle Werte waren im grünen Bereich.
Dabei wussten wir die ganze Zeit, dass wir nicht allein waren. Wenn uns nicht gerade das Lab beobachtete und komplett durchleuchtete, dann war da noch was anderes, das hinter den zerbröckelnden Sandstein-Canyons auf uns lauerte.
Als wir durch die Canyons ballerten, waren unsere Augen überall. Wir scannten jeden Winkel, jeden Spalt und jede Höhle. Keine Spur von Leben, aber wir spürten es in uns selbst – in jedem Atemzug und jedem Bounce.
Auf dem Weg zurück zum Auto kam es uns vor, als würden wir aus dem Ozean an Land treten. Millionen Jahre Evolution in einem Moment. Doch kaum war der Kofferraum offen, waren wir zurück im Jahr 2026 – zurück in der Zivilisation und im Alltag.
Das Lab hatte die Daten, wir die Story. Wir haben vielleicht keine echten Aliens getroffen, aber die Felsen bebten unter einer Energie, die uns fremd war. Etwas Altes, Übermächtiges. Größer als wir, größer als jeder Run. Wir waren in diesem Reich nur zu Besuch und gezähmt haben wir es noch lange nicht.
Das kann wohl niemand.