Profi-Tipps zum Mindset für die ersten Wochen nach der Geburt

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Klar, dein Baby nimmt dich ganz in Anspruch. Hast du das Gefühl, dass deine seelische Gesundheit dabei auf der Strecke bleibt? Diese Tipps helfen dir dabei, dir selbst etwas Gutes zu tun.

Letzte Aktualisierung: 9. November 2022
7 Min. Lesezeit
  • Du bist jetzt frischgebackene Mutter. Nach der körperlichen Anstrengung bei der Geburt kommen jetzt Hormonschwankungen und Stress hinzu. Deshalb brauchst du in den ersten Wochen nach der Geburt vielleicht mehr liebevolle Zuwendung, als dir bewusst ist.
  • Um Hilfe zu bitten — von Freund:innen, Familienmitgliedern oder Fachleuten – zeichnet gute Eltern aus.
  • Wenn du wieder bereit für ein bisschen mehr Bewegung bist (die Endorphine lassen grüßen), dann sieh dir doch mal das Nike (M)ove Like a Mother Programm in der NTC App an.

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Wie du nach deiner Entbindung deine mentale Gesundheit förderst

*Diese Inhalte sollen lediglich informieren und inspirieren, sind aber nicht dazu gedacht, Diagnosen zu stellen, zu behandeln oder spezifische medizinische Ratschläge zu geben. Erkundige dich immer bei deiner Ärztin oder deinem Arzt, wie du vor, während und nach der Schwangerschaft gesund und sicher bleibst.

Ein kleiner Mensch ist rund 40 Wochen lang in dir herangewachsen. Anschließend hat die Geburt viele Minuten, Stunden oder vielleicht sogar Tage gedauert. Da ist es nicht ungewöhnlich, dass du erschöpft und überwältigt bist und ein Wechselbad der Gefühle durchmachst. Das kann sehr belastend sein. Einige frischgebackene Mütter müssen sich dem unvorstellbaren Schock und der Trauer über den Verlust stellen. Andere leiden in den ersten Wochen nach der Geburt unter Ängsten, Depressionen oder sonstigen klinischen Störungen. Falls das auf dich zutrifft, solltest du so früh wie möglich ärztlichen Rat einholen.

Selbst wenn alles recht gut läuft, ist es ganz normal, dass sich die Wochen nach der Geburt verdammt hart anfühlen. Tatsächlich erleben bis zu 80 Prozent der frischgebackenen Eltern in den ersten ein oder zwei Wochen nach der Geburt den sogenannten "Babyblues".

"Wir unterschätzen die Herausforderungen in den ersten Wochen nach der Geburt zu sehr", sagt Amanda Williams, MD, Fachärztin für Gynäkologie in Oakland, Kalifornien und Fachberaterin für Nike (M)ove Like a Mother. "Die werdenden Eltern machen sich so viele Gedanken rund um die Geburt, dass sie außer Acht lassen, wie schwer die nächste Phase sein kann."

Inmitten von körperlicher Genesung, hormonellen Veränderungen und der neuen Realität, sich um deinen Säugling zu kümmern, kannst du nicht genau vorhersagen, wie diese ersten Wochen verlaufen werden. Aber du kannst und solltest Wege finden, auf dich selbst zu achten. Vorab haben wir für dich schon mal fünf von Expert:innen unterstützte Vorschläge, wie du diese überwältigenden ersten Wochen meistern und auf deine mentale Gesundheit achten kannst.

1. Geh es langsam an, auch wenn du es kaum abwarten kannst.

Sobald du zu Hause bist, spürst du vielleicht einen Energieschub (durch Adrenalin und Oxytocin). Du solltest es aber trotzdem langsam angehen lassen. Auch dann, wenn du normalerweise Sport für deine geistige Gesundheit brauchst. Dein Uterus zieht sich noch auf seine ursprüngliche Größe zusammen, du blutest wahrscheinlich und dein Hintern? Tut dir vermutlich weh. Wenn du deinem Körper die nötige Zeit zur Erholung gibst, kann das auch deine mentale Gesundheit fördern, da du etwas schneller wieder so funktionierst und dich fühlst, wie du es gewohnt bist.

Wie sieht das aus? Cherie Seah arbeitet als Doula in der Bay Area und empfiehlt das chinesische Prinzip der Entbindung. Das heißt, dass du nach der Geburt einen Monat lang so viel wie möglich im Bett oder auf der Couch liegen solltest. Williams rät jedoch zu etwas Bewegung am Tag, um das Risiko von Blutgerinnseln zu verringern (z. B. kurze und langsame Spaziergänge um das Haus herum, leichtes Dehnen und nach draußen zu gehen, da es deine Stimmung heben kann.). Ausgewogenheit! Wenn du genügend Zeit in der Horizontalen verbracht hast, kannst du deine Spaziergänge ausdehnen und Atemübungen und Dehnungsübungen einbauen. Plane für die Phase danach einfach Zeit – du ahnst es schon – zum Ausruhen ein.

Sobald dir deine Ärztin oder dein Arzt erlaubt, Sport zu treiben, solltest du Aktivitäten, die dir körperlich und mental guttun, schrittweise steigern. Körperliche Bewegung kann dir ein Gefühl der Erfüllung und des Stolzes vermitteln, wenn du dich ausgelaugt fühlst, und auch die Endorphine können nicht schaden, so Dr. Williams. Halte es aber kurz und vergiss nicht, dir selbst auf die Schulter zu klopfen – du hast es dir verdient.

Wie du nach deiner Entbindung deine mentale Gesundheit förderst

2. Bitte um Hilfe – und werde konkret.

Wenn du das Glück hast, Menschen in deinem Leben zu haben, die dich unterstützen, werden sie dir bestimmt gerne helfen. Lass sie. "Dies ist nicht die richtige Zeit für Heldentum und zu sagen: ‚Ich werde alles selbst machen‘", meint Dr. Williams. (Ja, du bist ein großartiger Elternteil, gerade weil du nicht versuchst, alles selbst zu machen.)

Es ist hilfreich, im Voraus zu planen, wenn du kannst. Sorge vor dem Entbindungstag für deine Verpflegung oder bitte Freund:innen, dies für dich zu organisieren. Wenn du Familienmitglieder hast, die dir helfen wollen (und zwar wirklich helfen und nicht nur das Baby anhimmeln wollen), dann solltest du die Besuche planen, damit du länger Unterstützung hast. Erstelle eine Liste mit Aufgaben, die andere für dich erledigen können, wenn sie da sind. Das können Einkäufe sein, die Küche putzen, mit dem Hund Gassi gehen oder Zeit mit deinem älteren Kind verbringen, damit du dich um dein Baby kümmern kannst. Auf diese Weise kannst du das leidige und wiederkehrende Thema "Wie können wir helfen?" vermeiden. Wir sind sicher, dass dein zukünftiges Ich dir für deine Voraussicht danken wird.

3. Lerne, dich zu entspannen.

Die ersten Wochen nach der Geburt bringen viel Unruhe mit sich. Deine Hormone spielen verrückt und an Schlaf ist im Traum nicht zu denken. Den Fuß vom Gas zu nehmen (und Hilfe anzunehmen) fällt dir oft schwer, vor allem, wenn du normalerweise alles gerne selbst in die Hand nimmst. Das ist völlig normal, aber muss es auch so sein? Mache es dir selbst nicht so schwer. Andreka Peat ist klinische Psychologin in Decatur, Georgia. Sie hat sich auf die seelische Gesundheit von Müttern spezialisiert. "Dein Leben hat sich stark verändert und viele Aufgaben warten auf dich", sagt sie. "Du sollst dich erholen, dein Baby kennenlernen und lernen, in diesem neuen Lebensabschnitt für euch beide zu sorgen", erklärt sie weiter.

Schaffe dir während des Tages kleine freie Momente, in denen du dich auf dich selbst konzentrierst, schlägt Peat vor. Dusche länger als "30 Sekunden", während jemand anderes dein Baby hält. Überlasse das Fläschchengeben deiner Partnerin oder deinem Partner oder einem Familienmitglied, damit du ein Nickerchen machen kannst. Verbringe 30 (oder 15 oder auch nur fünf) Minuten mit etwas, dass du gerne macht, wie Lesen oder ein Kreuzworträtsel lösen. Das kannst du sogar machen, während du dein Baby fütterst. Bleib deinem früheren Ich treu.

4. Ziehe eine Expertin oder einen Experten zu Rate.

Es kann schwierig sein, festzustellen, ob es sich um den typischen Babyblues oder etwas Ernsthafteres handelt. Laut Peat ist es normal, sich in den ersten zwei Wochen weinerlich zu fühlen oder Stimmungsschwankungen zu erleben. Wenn dein Stimmungstief jedoch anhält, du ständig weinst, mit pausenloser Angst kämpfst oder dein Baby als fremd empfindest, solltest du medizinischen Rat einholen.

Selbst wenn du nur ein offenes Ohr brauchst, kann therapeutische Hilfe in dieser schwierigen Phase entscheidend sein. Da es oft lange Wartelisten gibt, empfiehlt Dr. Williams, dass du dich schon während der Schwangerschaft mit einer Therapeutin oder einem Therapeuten in Verbindung setzt. Es ist sehr wichtig im Voraus zu planen und vielleicht auch schon einen Termin für die ersten Wochen nach der Geburt, zu vereinbaren, vor allem, wenn du bereits Probleme mit deiner seelischen Gesundheit hattest.

Was ist, wenn du dich schlecht oder schuldig fühlst, weil du dir selbst den Vorrang gibst? Dann denke daran: Wenn du dich um dich selbst kümmerst, sorgst du auch für andere. "Es gibt kein besseres Geschenk, das du deinem Kind und deiner Familie machen kannst, als dein eigenes Wohlbefinden", sagt Peat.

Text: Ashley Abramson
Fotos: Vivian Kim

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