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HINTER DEN KULISSEN

HYPERDUNK 2016 FLYKNIT
Vor Einführung des ersten Hyperdunk im Jahr 2008 ging es bei Basketballschuhen vorrangig um Innovation und Leistung, aber durchaus auch um Stil und Ästhetik. Während Letzteres immer noch eine ausschlaggebende Rolle spielte, hat der Hyperdunk die Messlatte bei Leistung und Innovation ein ganzes Stück nach oben gesetzt. Nach fast einem Jahrzehnt Arbeit an der Reihe nimmt Leo Chang, Nike Basketball Design Director, weiterhin eine entscheidende Rolle bei der Leitung der Kampagne ein, die mit der Fertigung des Hyperdunk ‘08 durch den Design-Veteranen Eric Avar begann. Auf Grundlage des ursprünglichen Designs von Avar hat Chang mit dem Hyperdunk 2016 Flyknit die neueste Version der Silhouette entwickelt.
Für Chang begann die endgültige Konzeption des Hyperdunk mit der Dämpfung. Nach Berücksichtigung aller in Bezug auf Leistung von Basketballspielern bevorzugten Eigenschaften wusste Chang, dass er mit Zoom Air arbeiten musste, einer Dämpfungstechnologie von Nike, die seit langer Zeit zum firmeneigenen Standard gehörte. Nachdem Zoom Air als Dämpfungstechnologie feststand, ging es nun darum, wie sie genutzt werden sollte. "Es ging tatsächlich darum, wie wir sie ein wenig freizusetzen versuchen. Wir haben kein neues Zoom-Kissen erschaffen, aber die Art der Geometrie darum herum war neu", erklärt Chang. Dieses Konzept der Freisetzung von Zoom Air und des davon erzeugten Schwungs brachte Chang auf die Idee, die Sohle zu entkernen. "Ich dachte darüber nach, die Sohle um die gesamte Hülse des Zoom-Kissens herum zu 'entkernen', also diejenigen Zonen, auf denen der meiste Druck lastet, sodass der Schuh einen gewissen Trampolineffekt bekommt", führt er aus.
Bei der Entwicklung des Obermaterials ging Chan zunächst durch den Kopf, ein Nike Flyknit-Muster nur für Basketball zu erstellen, das der guten Passform angenähert war, die in anderen Modellen durch die Technologie bewirkt wurde. "Das Ziel bestand nicht wie früher in der intensiven Verstärkung, wie bei anderen Modellen an der Innenseite, sodass man das Strickmaterial noch besser anpassen kann", erzählt er. Während ein flexibles, leichtes und atmungsaktives Nike Flyknit-Obermaterial extrem vorteilhaft ist, werden die Eigenschaften des Strickmaterials durch die Belastungen beim Basketballspiel geprüft, da sich das Material naturgemäß ausdehnen oder strecken will.
Um dem entgegenzuwirken, verwendete Chang Flywire auf die effizienteste Art, die möglich war. "Wir haben es mit Flywire-Kabeln versucht. Sie krümmen sich und wickeln sich im Mittelfußbereich um den Fuß, das Paket wird vollständig integriert", erklärt er. "Bei jedem Ziehen werden vier weitere Kabel ausgestreckt und gleichmäßig im Mittelfußbereich verteilt." Die Flywire-Kabel werden auch in den Oberlederbereich ausgedehnt und verringern gemeinsam mit dem Flyknit eine parallele Streckung.
Den Abschluss beim Obermaterial bildet der einzigartige Kragen. "Wir wollten, dass er sich wirklich anschmiegt, ohne dabei sperrig zu wirken. Ich wollte, dass er um den Knöchel herum schmal zuläuft. Das Schlimmste, was man haben kann, ist ein aufgeblähter Kragen über bereits sperrig aussehenden Socken, denn manche Spieler ziehen zwei Paar Socken übereinander." Beim Nike Flyknit hat der Träger die Möglichkeit, den Kragen herunterzuklappen, ohne dadurch die Leistung des Schuhs zu beeinträchtigen.
Rückblickend hat die Hyperdunk Reihe einigen der innovativsten Hochleistungstechnologien von Nike zum Durchbruch in der zunehmend wachsenden Basketballwelt verholfen – von der Nike Lunar-Dämpfung im Hyperdunk ‘08 über Flywire und nun Flyknit im Jahr 2016. Nach nunmehr acht Saisons kann man wohl mit Sicherheit sagen, dass dies nur der Anfang für die Schuhfamilie Hyperdunk ist.