SNEAKRS

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HINTER DEN KULISSEN

AIR PRESTO
Die Geschichte des Air Presto begann lange vor der Einführung des Modells im Jahr 2000. Dahinter stehen der innovative Geist von Tobie Hatfield und Kevin Hoffer sowie das Design von Bob Mervar und erstmals trat das Konzept im Jahr 1996 ins Leben. Als Tobie Hatfield an jenen Tagen einmal ein herkömmliches Paar Laufschuhe ausprobierte, konnte er nicht umhin festzustellen, dass der Kragen sich leicht einfaltete, um sich dem Fuß anzupassen. Zwar bot der Schuh im Grunde alles, was für einen Läufer notwendig ist, aber Hatfield fragte sich, wie das Design und die Funktion eventuell zu verbessern wären, während gleichzeitig das Feedback von Kunden berücksichtigt werden sollte, die sich bequemere und slipperähnliche Schuhe wünschten.
Hatfields erste Entwürfe bauten auf diesem Feedback und die Frage auf, wie das Einfalten des Kragens zu vermeiden und den Tragekomfort zu verbessern wäre. "Ich öffnete also mein Skizzenbuch und begann nachzudenken: Was, wenn ich diesen Teil des Kragens einfach weglassen würde? Im Prinzip bedeutete das, eine Einkerbung zu schaffen. Ich nannte sie die ‚V-Einkerbung‘. Allerdings hatte ich keine Ahnung, was für eine Auswirkung das auf den Schuh haben würde", erklärte Hatfield.
Mit einem ersten Entwurf in der Hand ging Hatfield auf direktem Weg zu seinem damaligen Modellbauer. "Ich zeigte den Entwurf meinem eigenen Modellbauer und binnen Tagen hatte ich das Ergebnis mit dieser ‚V-Einkerbung‘ hier auf dem Tisch. Die V-Einkerbung funktionierte wie eine Art Scharnier für den Schuh, lockerte das Design und erlaubte es dem Schuh, sich in perfekter Passform zu dehnen, sogar dann, wenn ein größerer Fuß hineinschlüpfte. Im Kern bedeutete das, dass der Schuh quasi mit dem Fuß wachsen konnte. Und das ist der Punkt, an dem das variable ‚T-Shirt-Größen‘-System des Air Presto geboren wurde."
Zwar wurde das ‚V-Einkerbung‘-Konzept vor der Veröffentlichung des Air Presto nicht offiziell eingeführt, aber dennoch fand es in den Jahren bis zur Jahrtausendwende Schritt für Schritt Eingang in den Markt, zum Beispiel in Form von Styles wie beim Air Gauntlet und Air Zoom Drive, die diese Technologie verwendeten. Und an diesem Punkt betritt Designer Bob Mervar die Bühne: Er arbeitete sich in das Projekt hinein, nachdem ihn das Design gefesselt hatte, seit er es das erste Mal zu Gesicht bekam. "Ich entdeckte diese Sache, an der Tobie arbeitete, und ich hatte bereits Muster gesehen. Mein Hintergrund lag im Produktdesign und das bedeutete einen sehr reduktiven Ansatztyp in puncto Design."
Nachdem Mervar einmal an Bord war, brachte er die Fertigstellung des Air Presto zu Ende und schuf ein vollendetes, ganzheitliches Design. "Ich fing an zu zeichnen, und die Geste des Designs war so eine Art Bogen hierhin (Bewegungen nach vorn) und ein Bogen dorthin (Bewegungen in die andere Richtung). Und dann dachte ich, das alles könnte man doch zu einer einzigen Message verbinden. Teilweise wirkte es schon cool, aber dann dachte ich, das alles ließe sich integrieren", erläuterte er. Die beiden Schlüsselgesten zusammen mit einer von Mervar ausgewählten Farbblockgestaltung verhalfen dem Design zu einem komplett einheitlichen Erscheinungsbild mit weniger Teilen. Auch der Look von Geschwindigkeit und Bewegung wurde damit erreicht, der immer noch wesentlich für das Presto-Design heutiger Tage ist.